Film

Dokumentarfilm
38 min, 2017
Regie & Kamera: Simone Specht
Montage: Catharina Schiener

postkarte

„Können Erlebnisse, die nicht aufgelöst worden sind weitergegeben werden? Kann Trauer vererbt sein? Und wenn ja, wie kann ich damit umgehen?“

Diese Fragen stellt sich die 37jährige Maike und wendet sich der eigenen Familiengeschichte zu. Ihr Urgroßvater Adolf ist 1943 in Russland gefallen, seine Tochter Ingrid war damals 6 Jahre alt. Erst mehr als 60 Jahre später findet Ingrid die Briefe, die ihr Vater damals von der Front geschrieben hat. Über Adolf und den Krieg wurde nie gesprochen.

Nun lesen Maike und Ingrid zusammen die Briefe von damals, sprechen über Adolf und den Umgang der Familie mit der Geschichte. Im Sommer 2016 reisen Ingrid und Maike nach Russland, um den Ort zu finden, wo Adolf begraben liegt, einen Ort für die Trauer, einen Ort, an dem ein Kreis sich schließen darf.

Ein berührender Film, der eine persönliche Geschichte erzählt, die für das Erleben von Generationen, für ein kollektives Erbe der Kriegszeit steht. Die Geschichte bleibt nicht in der Vergangenheit des Krieges, sondern zeigt, wie Ingrid und Maike in der Gegenwart damit umgehen.

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